In diesem Tutorial erkläre ich dir, wie du auf Desktopmotive Kästchen hinzufügen kannst, in die du dann deine Desktopsymbole einordnest. Das Tutorial ist anhand von Photoshop erklärt. Ich vermute, dass es ähnliche Funktionen für kostenfreie Programme wie Gimp gibt.
Wenn du das Tutorial anhand des dargestellten Bildes nachvollziehen möchtest kannst du es das Beispielbild zunächst herunterladen, sowie die fertige Version. Klicke auf die beiden Bilder. Ein neues Fenster öffnet sich. Klicke dort mit der rechten Maustaste auf das Bild und wähle speichern unter. Zum schließen des Fensters klickst du mit der linken Maustaste auf das Bild.


Als erstes suche dir ein schönes Hintergrundmotiv, auf dem du die Kästchen anbringen möchtest.



Ordne die Symbole auf deinem Desktop nun ungefähr so an, wie du sie später haben möchtest.



Öffne dein zu bearbeitendes Desktopmotiv mit Photoshop (oder einem ähnlichen Bildbearbeitungsprogramm.)



Drücke auf deinem Desktop die Taste Druck (in der Nähe von F12) um die Anzeige in die Zwischenablage zu speichern. Im Bildbearbeitungsprogramm drückst du nun STRG+V um die gespeicherte Anzeige wieder einzufügen. In Photoshop geschieht dies wie gewünscht automatisch als neue Ebene. Wird der Inhalt in deinem Programm nicht als neue Ebene eingefügt, so suche nach einem Menupunkt, den Inhalt als neue Ebene einzufügen.



Bei Photoshop gibt es die Option sich ein Lineal neben dem Bild anzeigen zu lassen, welches praktisch für Abmessungen ist. Gehe dazu auf Ansicht > Lineal. Wenn du kein Photoshop hast, schau mal ob dein Programm auch Lineale anzeigen kann. Sich das Lineal anzeigen zu lassen, ist für die kommenden Schritte nicht nötig. Erleichtert aber das Ausrichten.



In Photoshop kannst du dir nun das Raster mit Ansicht > Anzeigen > Raster, anzeigen lassen. Diese Funktion erleichtert die nachfolgenden Arbeiten erheblich, da du so deine Kästchen am angezeigten Gitternetz ausrichten kannst.


Bei dieser Gelegenheit solltest du überprüfen, dass das Ausrichten am Gitternetz eingeschaltet ist. (Ansicht > Ausrichten nach > Raster). Wenn dein Bildbearbeitungsprogramm über diese Funktion verfügt, ist es ein leichtes die nachfolgenden Kästchen exakt und gleichmäßig anzuordnen. Ohne das angezeigte Gitter und die Ausrichtung daran, solltest du dich am Lineal orientieren.



In der Werkzeugliste unter Photoshop wählst du nun das abgerundete Rechteck-Werkzeug aus. Damit kannst du abgerundete Rechtecken zeichnen. In anderen Bildbearbeitungsprogrammen gibt es sicher ein ähnliches Werkzeug.



Im folgenden werden wir quadratische Kästchen erstellen. In Photoshop ist es möglich beim Rechteckwerkzeug weitere Eigenschaften zu definieren. Klicke in der Rechteckwerkzeugleiste auf das Symbol mit dem nach unten zeigenden Pfeil. Wähle nun Quadrat und "an Pixeln ausrichten" aus. Dadurch sind alle Rechtecke die wir zeichen Quadrate.



Wenn du auf das Symbol für die Farbe klickst, kannst du nun noch die Farbe des zu zeichnenden Rechteckes ändern. Wähle eine Farbe, die ähnlich dem Wallpaperhintergrund ist. Im Photoshop kannst du im darauf angezeigten Fenster dazu ganz einfach mit der Pipette auf die gewünschte Farbe im Wallpaper klicken.



Zeichne nun das Rechteck über deinem Desktopicon. Lasse dich dabei vom angezeigten Gitter leiten.



Das Rechteck wurde als neue Ebene eingefügt. Die Rechteckebene sollte ganz oben liegen. Ist das nicht der Fall, so musst du sie nach oben schieben. Im Photoshop klickst du dazu in der Ebenansicht (Fenster > Ebenen) auf die Ebene, hälst die linke Maustaste gedrückt und schiebst sie einfach nach oben.



So sollte das nun bei dir aussehen (nachdem das Hilfsraster wieder ausgeblendet wurde).



Damit das Rechteck einen Glaseffekt bekommen soll, musst du nun die Fülloptionen der Rechteckebene bearbeiten. Klicke dazu mit der rechten Maustaste im Ebenenfenster auf die Ebene und wähle anschließend Fülloptionen. Alternativ kannst du die Fülloptionen auch über Ebenen > Ebenenstil > Fülloptionen aufrufen. Bei anderen Grafikprogrammen musst du ein wenig suchen, diese Option sollte es dort auch geben.



Die Fülloption des Rechtecks änderst du nun von normal auf z.B. "Weiches Licht". Andere gute Optionen sind z.B. Ineinanderkopieren, Multiplizieren, usw. Probier einfach ein wenig aus.



Denn auf deiner Bildansicht, kannst du jederzeit die Auswirkung deiner Fülloption sehen. (Dazu muss der Haken bei Vorschau innerhalb des Fülloptionenfenster gesetzt sein. Dies ist standardmäßig der Fall.) Die gewählte Fülloption ist auf dem hier dargestellten Bild "Weiches Licht".



Damit das Kästchen plastischer wirkt, fügst du nun noch einen Schatten hinzu, den sie werfen soll. Unter Fülloptionen bei Photoshop wählst du den äußeren Schattenwurf. Du kannst den Einfallwinkel entsprechend ändern, je nachdem von welcher Seite das Licht einfallen soll. Außerdem kannst du die Farbe des Schattens noch auf dein Hintergrundbild anpassen. Bei dem beispielhaften Hintergrundbild habe ich eine sehr dunkelblaue Schattenfarbe gewählt. Mit dem Winkel 145° fällt das Licht von links oben ein.



In der Bildansicht kann man nun deutlich den Schatten erkennen, wodurch sich das Rechteck vom Hintergrund abhebt.



Wo Schatten fällt, da muss auch Licht sein. Demzufolge benötigt das Kästchen noch Glanzreflektionen an der gegenüberliegenden Seite des Schattenwurfs. Wähle in den Fülloptionen unter Photoshop den inneren Schattenwurf, setze die Füllfarbe auf weiß und wähle als Fülloption "Weiches Licht". Der gewählte Winkel sollte der selbe sein, wie beim äußeren Schatten.



Mit den Glanzpunkten ist das Kästchen nun fertig.



Wenn dir die Farbe des Kästchens noch nicht ganz gefällt, so brauchst du im Photoshop nur erneut das Rechteckwerkzeug auszuwählen und oben die Farbe ändern.



Mir war das bisherige Kästchen zu hell, so dass ich es abgedunkelt habe. Rechts oben auf dem Bild kann man den Unterschied der beiden Füllfarben gut erkennen. (Oben ist die neue).



Bist du nun mit deinem Kästchen zufrieden, können wir den nächsten Schritt beginnen: Vervielfältigen und Anordnen.



Anstatt die ganze Arbeit für jedes einzelne Kästchen neu zu machen, duplizierst du einfach die bereits bestehende Ebene. Sei dir aber sicher, dass das Kästchen final ist. Sonst musst du spätere Änderungen an allen vornehmen. Dupliziere nun die Rechteckebene. In Photoshop kannst du hierbei zum einen auf die gewünschte Ebene in der Ebenenansicht drücken, die linke Maustaste gedrückt halten und die Ebene auf das zweite Symbol von rechts (= neue Ebene) ziehen.



Alternativ kannst du in Photoshop die Ebene mit der rechten Maustaste anklicken und Ebene duplizieren wählen.



Die neu entstandene Eben klickst du in der Bildansicht an und schiebst sie an die gewünschte Position. Das Raster hilft dir dabei exakt und gleichmäßig zu arbeiten.



Mach das ganze für alle Symbole die du bereits angeordnet hast und eventuell noch weitere, um zukünftige Icons aufnehmen zu können.



Wenn die Anordnung an dieser Stelle mit den Symbolen noch nicht perfekt harmoniert, ist das nicht weiter schlimm. Achte nur darauf, dass die Kästchen in gleichmäßigem Abstand verteilt werden. Die Icons selber kannst du später am Desktop genau auf die Kästchen ausrichten.



Fahre nun mit dem kopieren und Anordnen so lange fort, bis das Bild fertig "tapeziert" wurde.



Die erste eingefügte Ebene (die Kopie von deinem Desktop mit dem ursprünglichen Hintergrundbild) blendest du nun aus. (Bei Photoshop in der Ebenenenansicht einfach auf das Auge vor der Ebene klicken.)



Das fertige Desktopmotiv sieht nun so aus.



Speichere es ab und setzte es als deinen Desktophintergrund. Setze deine Symbole nun in die vorgefertigten Felder. Dazu sollte das am Rasterausrichten der Symbole ausgestellt sein: Rechte Maustaste auf Dekstop > Symbole anordnen nach > Am Raster ausrichten (Haken enfternen).